Einblicke & Gedanken

Schreiben ist für mich mehr als Worte auf Papier – es ist ein ständiger Tanz zwischen Abgrund und Inspiration.
Hier findest du kleine Einblicke in meinen Schreiballtag, Gedanken zu meinen Geschichten und Momente, die mich beim Schreiben zum Schmunzeln, Staunen oder Nachdenken bringen.

Willkommen hinter den Kulissen meiner Thrillerwelt.

Plot Twist: Kinderbuch. 🍪

Normalerweise schreibe ich Psychothriller.
Dunkle Abgründe. Manipulation. Menschen, die einander das Leben schwer machen. Oder auslöschen.

Und dann ist mir plötzlich „Der Keksdieb“ passiert.

Ganz ungeplant. Ganz ohne Leichen.
Dafür mit Keksen, Herz und einer Geschichte, die sich deutlich wärmer anfühlt als meine üblichen Stoffe.

Die Idee kam nicht aus einem Marketingplan, sondern aus einem Gefühl. Dem Wunsch, einmal etwas zu schreiben, das leichter ist, ohne flach zu sein. Meiner Grafikdesignerseele wieder einmal etwas zu gönnen und gleichzeitig Kindern ein Lächeln zu schenken. 

Statt Twists und Abgründen ging es plötzlich um Freundschaft, kleine Missverständnisse und die Frage, wer eigentlich wirklich Schuld hat, wenn Kekse verschwinden.

Und weißt du was? Ich habe es geliebt.

Inspektor Patty ist kein Genrewechsel. Es ist ein Herzensprojekt. Mit Potential. Denn wer weiß, ob nicht irgendwo schon weitere Abenteuer für meinen kleinen Detektiv warten.

Aber keine Sorge! Ich bleibe dem Genre Thriller treu. 
Das kommende Buch ist wieder brutal. Versprochen!
Aber manchmal braucht selbst eine Thriller-Autorin Kekse.

 

Hinweis in eigener Sache 🍪

Inspektor Patty „Der Keksdieb“ ist noch am Entstehen und es dauert noch etwas bis die Printausgabe und die Einbindung in meinen Shop folgen. Erscheinungsdatum wird der 14.02.2026 sein. Für ganz neugierige Detektive ist es aber schon als E-Book beim große A vorbestellbar.

PS: Sammy scheint es zu gefallen 🐶😂

Was bleibt

2025 mein erstes Jahr in der Selbstständigkeit.
Ein Jahr, in dem viel passiert ist – mehr, als ich mir zu Beginn zugetraut hätte. Drei weitere Bücher sind erschienen, mein Debüt hat seinen Platz in einer Buchhandlung gefunden. Ich durfte eine Lesung halten, war im Fernsehen, in der Zeitung, habe mehr als hundert Rezensionen bekommen und habe erlebt, wie meine Geschichten für Leserinnen und Leser zu Jahreshighlights wurden. Blogger haben meine Bücher empfohlen, Menschen haben mir geschrieben, dass sie lange nicht mehr so gefühlt haben beim Lesen. Ich habe unfassbar nette Menschen kennengelernt und Unterstützung erfahren. 
Das sind diese Momente, die tragen. Die leisen, guten.

Gleichzeitig war dieses Jahr ein intensiver Lernprozess. Ich habe gelernt, wie viel Arbeit hinter jedem einzelnen Schritt steckt, wie viel Geduld es braucht, wie oft man Entscheidungen trifft, ohne zu wissen, ob sie richtig sind. Ich habe gelernt, dass Sichtbarkeit kein Selbstläufer ist, dass Schreiben nur ein Teil der Arbeit ist – und nicht einmal der größte. Und ich habe gelernt, dass man sich trotz Erfolgen immer wieder fragt, ob man genug tut, ob es reicht, ob man weitermachen soll.

Denn so ehrlich muss man sein: Es ist ein hartes Pflaster. Selbstständigkeit in diesem hartumkämpften Markt ist kein romantischer Spaziergang, sondern Ausdauer, Zweifel, Rückschläge und Tage, an denen man sich zusammenreißt und trotzdem weitermacht. Und leider auch mit Momenten, in denen ich gelernt habe, zu lächeln, obwohl es schwerfällt.
Nicht aus Naivität, sondern aus Überzeugung. Weil ich daran glaube, dass Ehrlichkeit länger trägt als Abkürzungen und Abmachungen, weil ich davon überzeugt bin, dass Qualität sich letztlich auch auf ehrliche Weise durchsetzen wird. Ich sehe vieles, schüttle den Kopf, sag aber nichts – ich habe mich bewusst für meinen eigenen Weg entschieden.

Nicht, weil alles leicht ist, sondern weil es sich richtig anfühlt. Weil ich Geschichten erzählen will, auch dann, wenn der Weg steinig ist.

Letzten Endes schließe ich mein Jahr mit einem einzigen Gedanken: Ich liebe das, was ich tue!
Ich liebe das Schreiben, die Nähe zu meinen Lesern, die Nachrichten, die bleiben. Ich liebe es, Geschichten entstehen zu sehen, auch wenn sie mich fordern. Und ich liebe die Gewissheit, dass ich meinen Weg gehe! Schritt für Schritt, mit Ecken, Kanten und Herz.

Kleines Buch - riesige Freude.

Eigentlich war es nur eine Idee.
So eine, die nebenbei entsteht. Zwischen Newsletter, neuen Lesezeichen, Adventskalender und all den Dingen, die man halt noch schnell erledigt, bevor das Jahr zu Ende geht.

Und dann war sie plötzlich da: diese kleine Weihnachtsgeschichte für meine Newsis, wie ich sie gerne nenne. Newsletterabonnenten ist auch ein schwieriges Wort und total unsexy.

Ich wollte ihnen etwas schenken.
Ein paar ruhige Minuten. Ein bisschen Gänsehaut. Etwas, das man sich mit Tee und Keksen gönnt, ohne nebenbei noch etwas „abarbeiten“ zu müssen.

Ein Minithriller. Und weil ich ja dauernd spontane Einfälle habe, die umgehend in die Tat umgesetzt werden müssen, ist es nicht verwunderlich, dass ich heute daraus ein Pixi-Buch gestaltet habe, anstatt es nur als Text einfließen zu lassen. 

Meine Grafikdesigner-Seele, die sonst brav im Hintergrund wartet, durfte mal wieder an die Oberfläche. Ich habe so eine Freude damit und ich hoffe, dass es mindestens genauso viel Freude verbreitet.

Es war so leicht und spielerisch, einfach weil ich gerade Lust darauf hatte. Ohne Planung, ohne Veröffentlichungsdruck, nur so. Denn es ist nicht zum Verkauf gedacht und auch nicht dafür gemacht. Und genau das war vielleicht das Schönste daran.

Es ist einfach ein Geschenk für meine Leser, und wenn ich ehrlich bin, auch ein bisschen für mich selbst.

Man vergisst manchmal zwischen Deadlines, Reichweite und all den „Eigentlich müsste ich…“-Gedanken, wie gut es tut, einfach mal nicht zu funktionieren und zu tun, worauf man gerade Lust hat.

Ich gebe auf!

Aufgeben tut weh! Aber wenn es nicht mehr geht, dann geht’s halt nicht mehr.
Seit September schreibe ich an meinem neuen Buch…
Also theoretisch. Stattdessen machte ich einen Website-Relaunch, einen Blog, Newsletter-Wiederbelebung, „31 Days of Darkness“- eine Megachallenge. Ich habe sogar überlegt, meinen Feed aufzuräumen. 

Obwohl ich einen megageilen Plot und bereits ca. 70.000 Worte getippt habe. Im Grunde ein fertiges Buch.
Nur leider ist es nicht einmal ansatzweise fertig. Denn die Worte sind auf zig Skripten verteilt. Ich habe immer wieder neu begonnen.

Ca. 20.000 Worte in der autokratischen Erzählweise – nö
nochmal so viele in der Ich-Perspektive - nö
Tagebuchform – nö
Die Perspektiven gemischt – nein, auch nicht
Dann kam ein Ermittler hinzu und im 6. Versuch wieder weg

Immer wieder hörte ich auf, fing neu an,… Jedes Mal kämpfte ich um den Plot, aber die Worte wollten nicht aus mir heraus.
Und dann habe ich mir die Frage gestellt, warum das so ist. Meine anderen Bücher schrieb ich, als würde ich die Geschichte erleben, mit den Personen leben, lieben, leiden, sie an der Hand nehmen und mitkommen. 
Ich war die mit den flinken Fingern, die schrieb, was sie mir zuflüsterten. Und ich war glücklich dabei.
Wer meine Bücher kennt, weiß: Sie sind grausam, brutal und oft emotional hart an der Grenze. Doch diese Geschichte hat mich mit jedem Satz weiter über meine eigene gebracht. Das passiert, wenn Geschichten während des Schreibens entstehen, etwas, das ich immer geliebt habe, aber dort wo ich hinschauen muss, damit der Plot am Ende aufgeht, will ich nicht hinsehen. 
Ich habe einen megageilen Plot und ich glaube an ihn. Aber vielleicht nicht als die Autorin, die dieses Buch schreiben sollte. 

Ich gebe auf!

3 Worte. Und dann? 
Keine Wehmut, sondern Erleichterung.

Aufzugeben war wichtig, denn eine Stunde später hatte ich einen neuen Plot. Fast so, als hätte er die ganze Zeit schon hinter der Tür gestanden und gewartet.
Erscheinung Februar 2026 werde ich nicht halten können, dafür aber das Versprechen, dass das nächste Buch wieder mit Herzblut, Protagonistengeflüster und ohne mich zu verbiegen, denn das klappt ja offensichtlich nicht, erscheinen wird.

 

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Ich will doch nur schreiben

Normalerweise rauschen die Worte einfach aus mir heraus.
Ein Gedanke, ein Gefühl, und schon geht es los.
Ich schreibe. Ich lebe meine Figuren. Ich sause durch die Kapitel, die manchmal schneller entstehen, als ich tippen kann.

In den letzten Tagen war alles ein bisschen viel: Adventskalender vorbereiten, Newsletter erstellen, Social Media bedienen, Mails beantworten, organisatorischer Wahnsinn  und irgendwo dazwischen die zaghafte Hoffnung, auch mal wieder am Buch weiterzuschreiben.

Jetzt sitze ich da mit schlechtem Gewissen, 
weil ich „eigentlich schreiben müsste“.
weil ich „eigentlich kreativ sein sollte“.
weil ich „eigentlich ziemlich viel geschrieben habe, nur dabei mein Buch völlig vernachlässigt habe“.

Eigentlich.
Ein kleines Wort mit unglaublich viel Druck.

Ich habe so ziemlich alles geschrieben, außer mein neues Buch, obwohl ich eigentlich nur das tun wollte. Und schon wieder ein „eigentlich“. Hm?

Jetzt huste und schnupfe ich seit zwei Wochen und mein Kopf fühlt sich an wie ein Hauptbahnhof am Montagmorgen. 

Vielleicht ein Zeichen?
Ein Zeichen, mich endlich wieder meiner EIGENTLICHEN Leidenschaft zu widmen.

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Out of the Box

Ich habe mein Schreibzimmer verlassen.
Meinen sicheren Ort, wo meine Gedanken fliegen, wo meine Geschichten entstehen, wo mich niemand stört.
Außer hin und wieder mein kleiner Co-Autor Sammy, der mir seinen halb zerkauten Ball vor die Füße legt und mich mit großen Augen zum Spielen auffordert. Dort kann ich sein, wer ich bin. Und ich kann schreiben, löschen, neu schreiben. Laut fluchen, wenn's sein muss, oder doof gucken, wenn ich nicht weiterweiß. Am liebsten im Pyjama. 
Auf einer Bühne zu stehen, mit genau einem Versuch, war für mich ein beängstigender Gedanke.

Ich habe es lange vor mir hergeschoben. Nicht, weil ich nicht wollte, sondern weil es mich nervös gemacht hat.

Ich liebe diesen Ort, und trotzdem musste ich da raus.
Raus aus meiner Komfortzone.
Face to Face mit den Menschen, die meine Worte lesen.

Was soll ich sagen? I did it!
Plötzlich waren fünfzig Augenpaare direkt auf mich gerichtet.
Gespitzte Ohren, die hören wollten, was ich sage.
Ich hatte Bammel. Milde ausgedrückt.

Aber ich habe meine erste Lesung nicht „hinter mich gebracht“ und auch nicht „überstanden“. Ich habe sie gelebt und gefeiert!
Es war wundervoll. Echt. Nah. Einfach atemberaubend.

Das möchte ich nicht als schöne Erinnerung irgendwo ablegen.
Das möchte ich ab jetzt immer wieder erleben.
Ich habe mein Schreibzimmer verlassen, um es zu vergrößern.
Mein sicherer Ort ist ab sofort nicht nur ein Raum, sondern auch, inmitten von Menschen zu sein, die sich mit mir freuen und Teil meines Autorenlebens sind. 

ich schreibe – ich lache – ich weine

Wer mein Büro betritt, weiß nie, was passiert.
Manchmal bin ich so konzentriert, dass ich alles ausblende.
Manchmal lache ich laut (auch bei Thrillern).
Und manchmal weine ich, als würde die Welt untergehen.

Bei mir gibt es keine Happy-End-Garantie. 
Hin und wieder müssen auch Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind, und die es nicht verdient haben, gehen. 
Und ja: Das tut weh.

Wenn ich monatelang mit einer Figur lebe, in ihre Gedanken eintauche, ihre Schwächen und ihre Wut spüre und ihre Geschichte erzähle, dann fühlt es sich irgendwann an, als wären wir Freunde.

Aber das gehört für mich zum Schreiben dazu.
Ich will keine künstlichen Happy Ends.
Keine glattgebügelten Lösungen.
Ich will ehrlich erzählen. Auch wenn es weh tut.


Vielleicht macht genau das meine Figuren lebendig.

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Wieviel von mir steckt in meinen Charakteren

Eine Frage, die ich liebe.

Meine Figuren entspringen zwar meiner Fantasie, aber sie tragen mehr von mir in sich, als mir manchmal lieb ist. Sie spiegeln meine Werte, meine Zweifel, meinen Blick auf die Welt. Manche handeln so, wie ich es selbst tun würde. Andere wiederum so, wie ich mir wünsche, dass mehr Menschen wären, denn dann wäre die Welt ein Stück weit besser – oder zumindest humaner.

Aber auch meine Mörder tragen etwas von mir in sich. Das, was ich abstoße, vielleicht auch fürchte, oder was mich zutiefst trifft, wenn etwas Ähnliches wirklich passiert.

Jede Figur begleitet mich ein Stück weit. Manche verschwinden nach der letzten Seite, andere bleiben, sitzen irgendwo in meinem Kopf und melden sich plötzlich wieder, wenn ich gar nicht mit ihnen rechne.

Vielleicht steckt nicht in jeder Figur ein Stück Wahrheit.
Aber in jeder steckt ein Stück Jana.

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Wenn Figuren plötzlich tun, was sie wollen

Eigentlich hatte ich den Plan klar vor Augen.
Kapitel 14: Sie sollte schweigen.

Aber sie tat’s nicht.

Stattdessen redet meine Protagonistin, als hätte sie einen eigenen Kopf (was an sich schon beunruhigend ist, wenn man allein vorm Laptop sitzt). Und ehe ich mich versehe, nimmt die Geschichte eine Wendung, die ich selbst nicht kommen sah.

Ich schwöre, manchmal bin ich nur noch Zuschauerin meiner eigenen Bücher. Aber genau das liebe ich daran – dieser Moment, in dem Fiktion lebendig wird.

Schreibende verstehen das. Leser spüren es.
Und irgendwo dazwischen passiert Magie.

Wann hat dich zuletzt eine Geschichte überrascht – egal ob beim Lesen oder Schreiben?

Schreiballtag, Wahnsinn und ein bisschen Kaffee. 
Hier findest du regelmäßig neue Beiträge, Einblicke und Gedanken.  
Schau gern wieder vorbei. 
Deine Jana

Danke, dass du hier warst und mit mir gefühlt hast. Möchtest du mir etwas zuflüstern? 
Gerne! 

©Jana Martin. Alle Rechte vorbehalten.

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