Rez_Es ist in mir

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In der Regel beginnt meine Laudatio für @jana_martin_booklove mit "Sie hat es wieder getan." Aber nein. Sie hat... etwas ganz anderes getan.
Falls es noch irgendjemanden gibt, der "Ich war kein braver Junge" oder "Nemesis -Göttin des gerechten Zorns" nicht kennt, hier schockt sie mit expliziten Darstellungen, Rape & Revenge, zerlegt den Leser mit unfassbaren Plottwists und es bleibt praktisch nichts unausgesprochen. Sie schafft es, dass der Leser versteht, warum die Protas so handeln, mehr noch, eigentlich will man eine Glock und helfen.
Aber. Was sich in "Es ist in mir" auftut... Wir haben hier ein neurowissenschaftliches Meisterwerk vorliegen, das eine derart abartige Recherche braucht, von der mir nicht in den Sinn will, wie sie das in einigen Monaten hinbekommen hat.
Zum ersten Mal landet Leila auf der Psychiatrie nach einem Busunglück, das sie mit vollständiger Amnesie überlebt. Darauf folgt eine monatelange Arbeit mit einer Expertin, um sich u.a. mit Hypnotherapie wieder an ihr früheres Leben erinnern zu können.
Nach einem Jahr wird sie erneut in die Psychiatrie eingeliefert, diesmal hat Leila versucht, sich das Leben zu nehmen. Erinnert sie sich an etwas? Spielt sie allen was vor? Manipuliert sie oder wird sie manipuliert?
Der Plot macht einiges an Beschreibungen von Therapien und Krankenhaussetting nötig.
Die Neuro war zehn Jahre mein Fachgebiet. Ich kenne die Abläufe auf Station, die Medikamente, die Wirkstoffe. Und verdammt, es ist alles so perfekt, wo realistisch, so wahr, als hätte Jana das Fachgebiet studiert und 20 Jahre Erfahrung gesammelt. Ich glaube, auch mein Exchef hätte nur lobende Worte übrig. Jemand überlegt, in die psychiatrische/neurologische Pflege einzusteigen? Das Buch ist Pflicht.
Klar, zum Schluss gibt es wieder den ultimativen Banger zum Kieferausrenken, wenn die Fakten am Tisch liegen. Aber hier hat mich auf dem ganzen Weg die grenzenlose Lässigkeit umgehauen, wie Jana Fachtermini einwirft, als hätte sie nie mit was anderem zu tun gehabt.
Es gibt 1000 Gründe, Jana Martin zu lesen. Neurowissenschaftliches Meisterwerk hatte ich nicht am Schirm. So gesehen hat sie es wohl wieder getan, mich sprachlos zurückgelassen.

books_of_nici1911

Endlich ein neues Buch von einer meiner liebsten Autorinnen. 

Und ich kann vorab sagen, dass dieses Buch der Bezeichnung „Psychothriller“ in nichts nachsteht. 😱

Dieses Buch beginnt ganz anders, als die vorherigen Werke. Es geht weniger brutal und blutig zu, sondern das Buch besticht eher mit der psychologischen Tiefe. Von Beginn an hat mich eine beklemmende Stimmung umhüllt und auch habe ich schnell bemerkt, dass dies kein Buch ist, das man einfach mal fix durchlesen kann. Es erfordert schon große Aufmerksamkeit.

Der Schreibstil war – wie von Jana gewohnt – absolut angenehm. Spannend wurde die Geschichte zusätzlich durch die verschiedenen Erzählperspektiven, ob der Wechsel zwischen den Zeitzonen oder den Sichtweisen und Erzählungen der verschiedenen Personen.

Besonders berührt haben mich die Kapitel, die im „Damals“ spielen. 

Für mich war „Es ist in mir“ ein nervenaufreibendes, spannendes und mit düsterer Stimmung durchsetztes Buch, das mir mit seinem psychologischen Tiefgang noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wie alle Bücher, die ich bisher von Jana gelesen habe, kann ich euch auch dieses wärmstens empfehlen und wünsche euch tolle Lesestunden damit.

Antje.1604_liest

Spannend, dunkel und beklemmend. Ein Highlight!

Zum Inhalt:
Du weißt nicht, wer du bist? Du weißt nicht, wie du heißt? Du weißt nicht, wo du herkommst?
Dieses beklemmende Szenarium ist für Leila Wirklichkeit geworden. Nach einem schweren Busunglück leidet sie an totaler Amnesie. Und scheinbar wird sie auch von niemandem vermisst.
Ein Kampf um die eigene Identität beginnt.
Ein Jahr später versucht eine Frau, sich das Leben zu nehmen und wird in die Psychiatrie eingeliefert. Es ist Leila, die sich teilweise erinnert, einen Mord begangen zu haben. Doch ist dies überhaupt real? Oder ist sie eine kaltblütige Tätern? Wer ist Leila wirklich ...

Wer mich kennt, weiß: Ich bin ein großer Fan von Jana Martins Psychothrillern. Bisher waren alle Bücher von ihr für mich Highlights.

Und auch dieses Mal bin ich in keinster Weise enttäuscht worden, eher im Gegenteil. Wieder einmal bin ich durch dieses spannende, aber auch dunkle und beklemmende Buch nur so "geflogen", denn hier erhält man wieder einen Psychothriller der "Meisterklasse".
Man trifft hier auch tatsächlich auf Bekannte aus vorherigen Büchern, welche das sind, verrate ich allerdings nicht. Möchte euch da nichts vorweg nehmen.

Und das Ende ist ein Finale "deluxe", was mich zum einen trotz vieler gelesener Thriller überrascht hat - zum anderen verheißt es auf eine Fortsetzung ... erstklassig! Das Setting selbst (Psychiatrie/Psychologie) ist großartig und die Story in diesem Zusammenhang setzt eine unglaubliche Rechercheleistung der Autorin voraus - allein dies ist einmalig.

Wie sollte es anders sein: Ein Highlight!
10 von 10 Sternen mit extra ✨️
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️✨️

17 Wo.

Sabrina Corina für Recensio Online

ES IST IN MIR

Ich dachte wirklich, ich hätte eine Ahnung, worauf ich mich einlasse – doch diesmal lag ich komplett daneben. Was mich hier erwartet hat, war kein klassischer Thriller, sondern ein verstörendes Spiel mit Erinnerung, Wahrheit und Identität, das mich zunehmend aus der Balance gebracht hat.

Schon die Ausgangssituation hat mich nicht mehr losgelassen: Eine junge Frau, die nach einem Unfall ihr gesamtes Leben vergessen hat, ein Jahr später am absoluten Tiefpunkt steht – und dann plötzlich behauptet, mehrere Menschen getötet zu haben. Allein diese Konstellation hat in mir sofort ein unangenehmes Kribbeln ausgelöst. Ist das ein Hilfeschrei? Ein Geständnis? Oder etwas viel Dunkleres? Während ich sie in der psychiatrischen Klinik begleite, hatte ich ständig das Gefühl, auf unsicherem Boden zu stehen. Nichts ist greifbar, alles wirkt verschoben. Sie selbst wirkt zerbrechlich und gleichzeitig unheimlich kontrolliert, als würde sie mehr wissen, als sie preisgibt – oder vielleicht auch weniger, als sie verzweifelt versucht zu begreifen. Diese Ambivalenz hat mich fast wahnsinnig gemacht.

Besonders intensiv wurde es für mich durch die verschiedenen Perspektiven: ihre eigene, die der Ärztin, die versucht, hinter die Fassade zu blicken, und die eines Ermittlers, der nach Fakten sucht und sie auch noch findet. Jeder von ihnen scheint einer anderen Wahrheit zu folgen – und ich stand dazwischen und wusste irgendwann selbst nicht mehr, wem ich glauben kann.

Dann kamen die Rückblicke. Und ab diesem Punkt wurde es für mich wirklich schwer auszuhalten. Was sich dort andeutet, was langsam an die Oberfläche dringt, hat mich emotional an meine Grenzen gebracht. Es ist diese Art von Grauen, die nicht laut ist, sondern leise, schleichend – und gerade deshalb so zerstörerisch. Ich war schockiert, wütend, fassungslos.

Was mich am meisten beschäftigt hat, war diese eine, bohrende Frage, die sich durch alles zieht: Wer ist sie wirklich? Opfer, Täterin – oder jemand, der die Wahrheit so geschickt formt, dass niemand sie je ganz greifen kann? Ich habe mich dabei ertappt, wie ich meine eigene Wahrnehmung ständig hinterfragt habe.

Der Schreibstil von Jana Martin hat das alles noch verstärkt. Flüssig, eindringlich, aber nie oberflächlich. Dieses Buch nimmt sich Zeit – und verlangt sie auch von mir. Es ist keine Geschichte, die ich einfach durchlese und dann beiseitelege. Sie hat sich festgesetzt, hat nachgewirkt, mich noch lange beschäftigt.

Fazit:

Was bleibt, ist kein einfaches Fazit, sondern ein Nachhall. Dieses Buch hat sich in meinen Gedanken festgesetzt, hat Fragen hinterlassen, die sich nicht so leicht abschütteln lassen. Und genau das macht es so stark – und gleichzeitig so verstörend.

aldonagz3

Dieses Buch hat mich Mal wieder komplett sprachlos zurück gelassen.
Alle Bücher von @jana_martin_booklove sind rasant, brutal, extrem spannend und fesselnd!
Mit "es ist in mir" hat sie ein neues Level der Spannung erschaffen. Dieses Buch geht tief in die Psyche. Tatort: Psychiatrie, Psychiater und die Folgen!

Eine Frau wird nach einem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert, als sie aus dem Koma erwacht, ist alles weg! Keine Erinnerung, keine Identität. Niemand hat sie als vermisst gemeldet. Wer ist diese Frau und was ist ihr passiert?
Monate vergehen und die Erinnerung kehrt nicht zurück. Leila muss jetzt ein neues Leben beginnen mit neuer Identität, doch das Leben draußen überfordert sie komplett und sie kommt in der Realität nicht zurecht.

Bei einem Polizeieinsatz wird ein Jahr später Leila vor ihrem Selbstmordversuch gerettet. Sie überlebt und wird in der Psychiatrie behandelt. Leider ist ihre Erinnerung komplett erloschen und es gelingt niemanden, ihre Identität zu erfahren sowie die Anmesie zu heilen.

Hier lässt uns Jana Martin tief in die Psyche der Protagonistin blicken. Die Ängste, die Abläufe in der Klinik, alles erleben wir hautnah mit. Ganz besonders gut hat mir hier die Recherche zu einer Psychiatrie gefallen. Beim Lesen habe ich mich gefühlt als würde ich in den Gängen der Klinik alles miterleben.

Leila nennt sich plötzlich anders und nur sehr schwer lässt sie zu, hinter ihre Fassade zu blicken und macht es der neuen Psychiaterin Dr. Hebenstreit nicht einfach. Auch der Kommissar Fabio Roither klemmt sich an den Fall und dank seiner Hilfe und dem Team bei der Polizei sowie der Ärztin gelingt Ihnen ein Durchbruch! Was dann ans Tageslicht kommt 😮‍💨😮‍💨😮‍💨, damit hab ich nicht gerechnet.

Von mir gibt's hier wieder eine absolute Leseempfehlung 💝 von der Feder der unglaublichen @jana_martin_booklove.

Widerruf

 

©Jana Martin. Alle Rechte vorbehalten.

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