angi_molli
Ach, wie sehr ich die Bücher der lieben Jana liebe! Jedes Mal freue ich mich wie ein kleines Kind auf eine neue Geschichte von ihr und möchte am liebsten alles stehen und liegen lassen, nur um direkt mit dem Lesen zu beginnen. Ich war sofort mitten im Geschehen und komplett gefesselt. Wohin mich diese Reise führen würde, wusste ich überhaupt nicht. Ich hatte eigentlich nur ein Ziel: Ich musste unbedingt mehr über Matteo erfahren.
Ein schrecklicher Unfall verändert sein Leben für immer. Seine Schwester muss ins Krankenhaus und plötzlich scheint für Matteo nichts mehr so zu sein wie zuvor. Ihm wird nicht nur die Schuld an dem Unfall gegeben, sondern sogar unterstellt, absichtlich gehandelt zu haben.
Warum reagieren alle so auf ihn? Was ist passiert? Und was steckt wirklich hinter den Vorwürfen?
Genau diese Fragen haben mich nicht mehr losgelassen. Ich wollte Matteo verstehen, wollte wissen, was er erlebt hat und warum die Menschen in seinem Umfeld ein so bestimmtes Bild von ihm haben.
Der Schreibstil ist wunderbar federleicht und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und mit jeder gelesenen Seite wurde ich neugieriger. Aufhören? Für mich irgendwann kaum noch möglich.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Wir begleiten die Handlung im Jahr 2025 und bekommen gleichzeitig Einblicke in das Jahr 2017. Beide Erzählstränge haben mir sehr gut gefallen, wobei es die Vergangenheit wirklich in sich hat. Immer wieder kamen neue Informationen dazu, die meine bisherigen Vermutungen komplett durcheinandergebracht haben.
Matteo habe ich direkt ins Herz geschlossen. Ich habe mit ihm gelitten, mitgefiebert und seine Verzweiflung gespürt. Gerade weil ich so eine starke Bindung zu ihm aufgebaut hatte, wollte ich unbedingt herausfinden, was hinter allem steckt.
Und natürlich hatte ich irgendwann meine eigene Theorie. Ich saß da und dachte wirklich: Ha, Jana, diesmal weiß ich, wer dahintersteckt! 😂 Tja, da hatte ich mich wohl etwas zu früh gefreut. Sie hat mich komplett an der Nase herumgeführt. Meine Theorie? Für die Tonne. 🤣 Bis zum Schluss tappte ich im Dunkeln und genau das hat mir so gut gefallen.
Dann kam dieses Ende und ich dachte einfach nur: WAS?! 😱
Die Auflösung hat mich eiskalt erwischt und genau dieses Gefühl liebe ich bei einem Psychothriller.
Absolute Leseempfehlung für alle Psychothriller-Fans!
archiesbookshelf
𝐖𝐚𝐬 𝐛𝐥𝐞𝐢𝐛𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧, 𝐰𝐞𝐧𝐧 𝐢𝐡𝐦 𝐚𝐥𝐬 𝐊𝐢𝐧𝐝 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐞, 𝐆𝐞𝐛𝐨𝐫𝐠𝐞𝐧𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐠𝐞𝐧𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧?
Bei 𝐅𝐮̈𝐧𝐟 habe ich mich zum Schluss gefragt, was man für eine Rezension schreibt, wenn man von der ersten bis zur letzten Seite „Schmerzen“ in der Brust hatte, aber gleichzeitig auch nicht zu viel verraten will. Es ist nämlich nicht einfach „nur“ ein Thriller, der mit einer guten Story überzeugt, sondern ein Thriller, der die Qualen eines Kindes zum Thema macht. Das allein ist schon harter Tobak, aber der Schreibstil und die rohe und ungeschönte Intensität, die hier zu Papier gebracht wurden, „verschlimmern“ das ganze ungemein.
Mein persönliches Highlight in diesem Buch ist, dass ein starker Akzent auf innere Monologe gelegt wird. Das verleiht der Story wahnsinniges Gewicht und lässt mich als Leser viel mehr teilhaben. Ohnehin ist das Buch durchgehend ein Wechsel zwischen „boah“, „oh man“, „puh“, „alter was“.
Wer die Bücher von Jana Martin kennt, weiß dass man nicht bloß unterhaltsame Fließbandware serviert bekommt, sondern extrem gefordert wird - beim Lesen und lange danach. So ist es auch bei diesem Buch. Hier serviert sie nicht einfach nur eine Geschichte, sondern erzählt von Schmerz und seinen Konsequenzen.
Long story short: Mit 𝐅𝐮̈𝐧𝐟 hat Jana Martin ein echtes Schmankerl gezaubert und beweist damit auch, dass Selfpublisher und Autoren, die vermeintlich unter dem Radar fliegen, regelmäßig die besseren Geschichten schreiben.
Highlight 10 | 10⭐️
Sabrina Corina
Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass Matteo nie eine echte Chance hatte. Von klein auf wird ihm eingeredet, was für ein Mensch er angeblich ist – und genau das zieht sich wie ein dunkler Schatten durch sein ganzes Leben. Während immer mehr schlimme Dinge geschehen und die Zweifel an ihm wachsen, konnte ich gar nicht anders, als mit ihm mitzufühlen.
Was mich am meisten getroffen hat, war seine Kindheit. Eine Mutter, die ihm keine Liebe schenken kann, ein Vater, der sich lieber dem Alkohol widmet, und ein Lehrer, der seine Rolle als Vertrauensperson auf schlimmste Weise missbraucht. Das war teilweise wirklich schwer zu ertragen. Der einzige Lichtblick in Matteos Leben war seine Schwester Bianca – bis auch dieses kleine bisschen Halt plötzlich wegbricht und sein Leben endgültig aus den Fugen gerät.
Die Geschichte wird überwiegend aus Matteos Perspektive erzählt. Gemeinsam mit ihm tauchte ich erst tief in seine erschütternde Vergangenheit ein, bevor sich die Ereignisse in der Gegenwart immer weiter zuspitzten. Parallel dazu begleiten wir kapitelweise eine geheimnisvolle Person, die scheinbar eine gnadenlose Abrechnung startet. Lange wusste ich nicht, wer dahintersteckt oder welches Ziel verfolgt wird – genau das hat die Spannung für mich konstant hochgehalten.
Jana Martin schreibt unglaublich flüssig und erschafft Bilder im Kopf, die sich sofort festsetzen. Besonders die kaputte Mutter-Sohn-Beziehung hat mir das Herz gebrochen. Es tat weh zu lesen, wie verzweifelt Matteo nach Liebe und Anerkennung suchte und immer wieder gegen Mauern lief. Auch die Szenen mit dem Lehrer waren harter Tobak. Mehr als einmal musste ich das Buch kurz zur Seite legen, weil mir das Gelesene einfach zu nahe ging.
Trotz der bedrückenden Themen schafft Martin es, diese mit viel Fingerspitzengefühl und ohne Effekthascherei umzusetzen. Gleichzeitig wirft die Geschichte immer wieder die Frage auf, ob ein Mensch wirklich zu dem wird, was andere in ihm sehen wollen – oder ob das Schicksal längst seinen Lauf genommen hat.
Fazit:
Ein düsterer, emotionaler und unglaublich packender Thriller, der mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen hat und den ihr unbedingt lesen solltet!
Steffi Haustein
Mit ihrem brandaktuellen Psychothriller "Fünf" ist Jana Martin ein absolutes Meisterwerk gelungen -
Ein Psychothriller der unter die Haut geht!
Meine Meinung
Schon auf den ersten Blick hat mich das düstere Cover in seinen Bann gezogen. Die tiefschwarze Struktur, durchzogen von den fünf eingeritzten Strichen, die wie Wunden wirken, vermittelt sofort diese unheilvolle Stimmung, die sich durch die ganze Geschichte zieht. Ein Cover, das perfekt zur Geschichte passt und mir sofort Gänsehaut beschert hat.
Ein Klappentext, der es in sich hat - intensiv, rätselhaft und voller Spannung. Er hat genau die richtigen Fragen aufgeworfen und meine Neugierde geweckt. Ich musste dieses Buch einfach lesen.
Jana Martin schreibt unglaublich fesselnd, emotional und bildgewaltig. Ich bin im Eiltempo und mit einem unheimlichen Kopfkino nur so durch die Seiten geflogen. Ihre Worte gehen unter die Haut und sie versteht es meisterhaft, eine düstere und beklemmende Atmosphäre aufzubauen, aus der man nicht mehr entkommen kann. Die Perspektivwechsel sind perfekt eingesetzt und sorgen für zusätzliche Spannung.
Manche Stellen ließen mich eiskalt frösteln, dann wiederum hatte ich vor lauter Aufregung Tränchen in den Augen, aber vor allem das Ende hat mich so richtig umgehauen.
Mein Fazit
"Fünf" ist ein Psychothriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat. Düster, packend, überraschend und tiefgründig. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und bis zum Schluss gerätselt, lag aber mit meinen Vermutungen wieder einmal komplett daneben. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven, aber genau das macht es so besonders.
Für mich ein absolutes Lesehighlight, dass bei mir noch sehr lange nachwirken wird.
Von mir gibt's natürlich 5 Sterne und eine glasklare Leseempfehlung für alle, die psychologische Abgründe lieben!