Bücher-Monogamie
Seit ich selbst schreibe, ist Lesen irgendwie kompliziert geworden.
Nicht, weil ich keine Lust mehr auf Bücher hätte.
Im Gegenteil. Ich will lesen. Wirklich.
Nur mein Kopf offenbar nicht.
Irgendwie will es nicht funken.
Egal welches Buch ich zur Hand nehme, ich komm nicht rein. Dann frage ich mich: Bin ich irgendwann so arrogant geworden, dass ich nichts anderes mehr zulassen kann als meine eigenen Geschichten? Liegt es an den Büchern? Bin ich plötzlich pingelig? Oder ist mein Kopf einfach schon so voll mit der Geschichte, die gerade darin entsteht, dass für fremde Figuren kein Platz mehr ist?
Ich quatsche oft mit anderen Autorinnen darüber und vielen geht es genauso. Eine Berufskrankheit sozusagen. 🤷♀️
Ich lese daher nur mehr im Urlaub, dann aber exzessiv, um meine Entzugserscheinungen etwas unter Kontrolle zu bringen. Ein kleiner Wermutstropfen, wenn du dein Hobby zum Beruf machst.