Zeit, Bilanz zu ziehen

Ich habe einen Cut gemacht.
Innerlich schon länger.
Nach außen irgendwann Mitte August.

Ich habe einfach aufgehört, bei allem mitzumachen, was man als Autorin tun sollte.

Also habe ich etwas Neues ausprobiert: Weniger.

Und weil „etwas Neues ausprobieren“ nicht automatisch bedeutet, dass es funktioniert, ist jetzt der Moment gekommen, Bilanz zu ziehen.

Rechnen wir zusammen.

Ich habe kein Geld für Ads verbrannt.
Genauso wenig habe ich fünfzig Bücher als Rezensionsexemplare verschenkt und anschließend fünfzigmal gehofft, dass das ausgegebene Geld irgendwann zurückkommt.

Und vor allem habe ich aufgehört, mir jeden zweiten Tag diese eine Frage zu stellen:
Was soll ich heute bitte wieder posten?

Allein dafür verleihe ich mir jetzt eine Medaille. 🏅

Denn irgendwann war Social Media für mich nicht mehr das, was es einmal war. Kein Ort mehr, an dem ich gerne war. Sondern eine Aufgabe. Eine weitere Sache auf einer ohnehin langen Liste.

Was stattdessen entstanden ist:

Ich habe mehr Zeit.
Zeit zum Schreiben.
Zeit für Dinge, die mir wichtig sind.

Ein absoluter Gewinn!

Aber werden wir nicht zu romantisch, denn da gibt es natürlich noch das, was schonungslos zeigt, was meine Neuausrichtung gebracht hat.

Den Buchverkauf.

Der lässt sich nicht schönreden. Nicht erfühlen. Nicht romantisieren. Am Ende steht da eine Zahl.

Und ausgerechnet in dem Monat, in dem ich weniger sichtbar war, weniger gepostet, weniger verschenkt und nichts in Ads gesteckt habe, hatte ich den besten Buchverkaufsmonat, seit ich schreibe.

🤔 Das ist natürlich keine wissenschaftliche Studie.

Ich werde jetzt nicht behaupten, weniger posten sei die geheime Formel für mehr Verkäufe.

Vielleicht waren es andere Faktoren.
Vielleicht Timing.
Vielleicht Empfehlungen.
Vielleicht Leserinnen und Leser, die bereits auf das neue Buch gewartet haben.

Wahrscheinlich eine Mischung aus vielen Dingen.

Und dann gibt es noch die Dinge, die in keiner Statistik auftauchen

Wie misst man, dass man morgens wieder mehr Lust auf seine Arbeit hat?

Wie viele Prozent mehr Lebensqualität sind es, wenn man nicht ständig im Hinterkopf hat, dass man unsichtbar wird, wenn man nicht ständig laut „Hier bin ich!“ schreit?

Das ist nicht messbar. Und trotzdem ist genau das wahrscheinlich der größte Erfolg dieser ganzen Sache.

Meine Social-Media-Reichweite ist im Keller, Kommentare und Likes haben sich halbiert – aber das macht nichts.

Der Kurswechsel hat gezeigt:
Man muss nicht ständig und überall sichtbar sein.
Sondern für die Richtigen. ♥️

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Bei der Übermittlung Ihrer Nachricht ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

Sicherheitsüberprüfung

Ungültiger Captcha-Code. Versuchen Sie es erneut.

Widerruf

 

©Jana Martin. Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.